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Provokative Frage

Die wichtigsten Fragearten

Man testet Ihre Schmerzgrenze

Wie die Schock- oder Angriffsfrage dient die provokative Frage dazu, Sie aus der Reserve zu locken. Allerdings liegt der provokative Charakter weniger in der Sache (das, was Sie verbal antworten), als vielmehr in der Attacke (wie Sie auf die Provokation reagieren). Eine typische provokative Frage ist z.B.: "Wie laufen Sie eigentlich herum?" Oder: "Haben Sie überhaupt Lust, zu arbeiten?" Wenn Sie jetzt aggressiv oder beleidigt reagieren, haben Sie schon verloren.

Wie bei Angriffsfragen sollten Sie auch hier Ihre Souveränität wahren. Sie können auf die erste Frage z.B. antworten: "Auf Ihre Mitarbeiterin/Sekretärin hat mein Äußeres jedenfalls einen guten Eindruck gemacht." Und die zweite Frage können Sie mit einer Gegenfrage erledigen: "Wäre ich denn sonst Ihrer Einladung zum Gespräch nachgekommen?" Aber Obacht: Sie müssen damit rechnen, dass Sie eine weitere provokative Frage provozieren.

Im ersten Fall etwa: "Was Sie nicht sagen! Sie gehen wohl keinem Flirt aus dem Weg?" Für Sie muss es jetzt darum gehen, so schnell wie möglich zum eigentlichen Gegenstand des Gesprächs zu kommen. Sie können z.B. versuchen, Ihren Gesprächspartner zu überrumpeln: "Ach wissen Sie, im Grunde geht es mir nur um die Sache." Da von "der Sache" bislang nur im Zusammenhang mit Ihrem "Outfit" die Rede war, besteht jetzt zumindest die Chance, das Gespräch auf den eigentlichen "Kern der Sache" zu lenken.

Provokative Fragen sind das Standardmittel im Stressgespräch. Haben Sie es allerdings mit einem Provokateur zu tun (Befragertypen), sollten Sie sich allerdings genau überlegen, ob Sie unter solchen Voraussetzungen und unter solch einem Vorgesetzten in diesem Unternehmen arbeiten wollen.

Die wichtigsten Fragearten

Quelle: JOBworld