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Prioritäten setzen

Der Verhandlungsprofi - Technik, Taktik, Tricks

Optionen offenhalten

Last not least gilt gerade beim Gehaltsgespräch, mehr noch als bei jeder anderen Verhandlung: Setzen Sie Prioritäten, und halten Sie sich Optionen offen.

  • Legen Sie vorher fest, welche Bestandteile Ihrer Forderung unverzichtbar sind, das heißt, welche Einkommensverbesserung Sie mindestens erreichen wollen (ein höheres Ziel anzustreben, verbietet Ihnen keiner).
  • Fragen Sie sich auch, ob eine Erhöhung Ihres Jahresbruttolohns bzw. -gehalts tatsächlich die einzige Möglichkeit ist, eine solche Verbesserung Ihres Gehalts durchzusetzen, und ob sich der Aufwand lohnt. Denn je nach Steuerklasse bleiben von einer zehnprozentigen Steigerung oft nur vier Prozent netto übrig - bei einer Ausgangsposition von 2000 Euro monatlich ständen Sie also am Ende mit einem Plus von 80 Euro da.
  • Als sinnvoller erweist sich häufig die Verhandlung über geldwerte Ersatzleistungen (so genannte "fringe benefits"), die viele Unternehmen inzwischen schon von sich aus anbieten. Dazu zählen etwa die private Nutzung von Dienstwagen und Firmenhandy, aber auch Mietbeihilfen, Fahrgeldzuschüsse, regelmäßige Gesundheits-Checks, Sprach- und Computerkurse, die Übernahme von Kindergarten- und Nachhilfekosten oder Vereinbarungen über Sonderurlaube und Jahresabschlussprämien.
    Ein Vorteil dieser Regelungen besteht darin, dass ein Großteil von ihnen steuerlich begünstigt oder gar komplett steuerfrei gestellt ist, was Ihrem Arbeitgeber diesbezügliche Zusagen beträchtlich erleichtert und somit auch Ihnen im Endeffekt mehr einbringt.

Die Besonderheiten der Gehaltsverhandlung

Was macht Gehaltsverhandlungen so schwierig?
Die Strategie: Festlegen, was Sie erreichen wollen

Die Taktik: Fehler vermeiden, Schwächen nutzen

Die Umsetzung: Gehaltsverhandlungen führen und abschließen

Manöverkritik oder: Nach dem Gespräch ist vor dem Gespräch

Quelle: JOBworld